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Transportaufträge finden 2026 - 15 Plattformen für Fahrzeuge bis 3,5 t im Vergleich

Wer mit einem Sprinter, Transporter oder Kombi gewerblich unterwegs ist, findet Transportaufträge heute über vier verschiedene Plattformtypen. Klassische Frachtenbörsen wie TIMOCOM und Trans.eu arbeiten mit monatlichen Nutzungsgebühren und richten sich primär an Speditionen mit Palettenladung. Kostenlose Auftragsbörsen wie clickapoint, auftragsbank.de, transportbranche.de und box24 sind offen zugänglich, dafür unregelmäßiger im Volumen. Ausschreibungsportale wie Shiply, Clicktrans und uShip funktionieren als Rückwärtsauktion, bei der Anbieter sich gegenseitig unterbieten. Und Matching-Plattformen wie MUVN Pro ordnen einzelne Sendungen bestehenden Routen zu, ohne Bieterverfahren.
Entscheidend für die Auswahl sind vier Kriterien: laufende Fixkosten, Zugangsvoraussetzungen, das typische Sendungsprofil und die Zahlungsabwicklung. Wer hauptsächlich Sperrgut und Einzelstücke auf mittleren Distanzen fährt, findet auf reinen Palettenbörsen wenig Passendes. Wer neu gegründet hat, scheitert bei einigen etablierten Börsen bereits an der Aufnahme.
Welche Arten von Plattformen für Transportaufträge gibt es?
Der Markt sortiert sich in vier Gruppen, und sie unterscheiden sich stärker voneinander, als die gemeinsame Bezeichnung "Frachtenbörse" vermuten lässt.
Klassische Frachtenbörsen sind geschlossene B2B-Marktplätze. Zugang gibt es nur nach Prüfung, die Nutzung kostet eine monatliche Grundgebühr, dafür ist das Volumen hoch und die Teilnehmer sind verifiziert. Typische Ladung: Paletten, Teil- und Komplettladungen, Stellplätze.
Kostenlose Auftrags- und Anzeigenbörsen funktionieren wie ein schwarzes Brett. Auftraggeber stellen Frachten ein, Transportunternehmen inserieren freie Kapazitäten. Keine Grundgebühr, dafür keine Vorprüfung der Gegenseite und schwankendes Volumen.
Ausschreibungs- und Auktionsportale richten sich an private und gewerbliche Versender gleichermaßen. Der Auftraggeber beschreibt die Sendung, Anbieter geben Angebote ab. Das Prinzip der Rückwärtsauktion drückt die Preise, weil der günstigste Anbieter meist gewinnt.
Matching-Plattformen verzichten auf das Bieterverfahren. Der Fahrer hinterlegt Route oder Verfügbarkeit, das System schlägt passende Sendungen vor. Der Preisrahmen steht vorab fest.
Welche Plattformen gibt es konkret?
| Plattform | Typ | Kosten für Fahrer | Typische Ladung |
|---|---|---|---|
| TIMOCOM | Frachtenbörse | Monatliche Nutzungsgebühr, Zugang nach Prüfung | Paletten, Teil- und Komplettladung, auch Segment bis 3,5 t |
| Trans.eu | Frachtenbörse | Abo-Modell, Zugang nach Verifizierung | Paletten, internationale Relationen, Segment bis 3,5 t |
| Teleroute | Frachtenbörse | Abo-Modell | Europaweite Ladungen |
| Cargoboard | Digitale Spedition | Kein Abo, Vergabe über Partnernetz | Stückgut, Paletten |
| clickapoint | Auftragsbörse | Kostenlose Registrierung | Fracht, Leerräume, gemischt privat und gewerblich |
| auftragsbank.de | Anzeigenbörse | Kostenlose Basisnutzung | Kurier, Sprinter, Spediteur, regional und weltweit |
| transportbranche.de | Anzeigen- und Frachtenbörse | Kostenlose Basisnutzung | Frachtaufträge, freier Laderaum, feste Touren |
| box24.de | Touren-Börse | Kostenlos für Frachtanbieter | Beiladung, Leerfahrten, Kleintransporte, Umzüge |
| frachtportal.net | Kurierportal | Kostenlose Registrierung | Kurier- und Expressfahrten, teils als Auktion |
| DAGO | Frachtenbörse | Kostenlose Anmeldung, Support auch auf Polnisch | Regionale und europäische Transporte |
| Shiply | Ausschreibungsportal | Provision oder Vermittlungsgebühr | Möbel, Sperrgut, Fahrzeuge, Einzelstücke |
| Clicktrans | Ausschreibungsportal | Provision oder Vermittlungsgebühr | Möbel, Sperrgut, Umzüge |
| uShip | Ausschreibungsportal | Vermittlungsgebühr | Sperrgut, Fahrzeuge, Tiere, Sonderfracht |
| Kleinanzeigen | Anzeigenmarkt | Kostenlos, Rubrik Transport und Logistik | Alles, unsortiert, viel Direktkontakt |
| MUVN Pro | Matching-Plattform | kostenlos für Fahrer:innen, keine Grundgebühr, keine Provision | Möbel, Großgeräte, sperrige Einzelstücke |
Die Angaben beschreiben das jeweilige Geschäftsmodell, keine tagesaktuellen Preise. Konditionen ändern sich, ein direkter Blick auf die Anbieterseite lohnt sich vor jeder Anmeldung.
Welche Plattformen eignen sich für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen?
Die großen Frachtenbörsen haben inzwischen eigene Segmente für leichte Nutzfahrzeuge, das Grundproblem bleibt aber bestehen: Das dominierende Ladungsprofil ist die Palette, und Palettenpreise stehen unter Dauerdruck, weil sich viele Anbieter um standardisierte Ladung bewerben.
Wer mit einem Sprinter oder Transporter unterwegs ist, findet die passenderen Aufträge dort, wo sperrige Einzelstücke gehandelt werden. Ein Sofa, eine Waschmaschine, ein Schrank oder ein Klavier passt in kein Palettenraster und wird deshalb auch nicht über Palettenpreise abgerechnet. Genau hier liegen die Börsen für Beiladung, die Ausschreibungsportale und die Matching-Plattformen.
Was kosten Plattformen für Transportaufträge?
Es gibt drei Kostenmodelle, und der Unterschied zwischen ihnen ist größer als der Betrag.
Beim Abo-Modell zahlst du monatlich, unabhängig davon, ob du einen Auftrag bekommst. In einem schwachen Monat läuft die Gebühr weiter. Dafür sind alle Teilnehmer geprüft und das Volumen ist planbar.
Beim Provisionsmodell zahlst du nur, wenn ein Auftrag zustande kommt. Kein Risiko in schwachen Wochen, dafür geht bei jedem Auftrag ein Anteil ab.
Bei kostenlosen Anzeigenbörsen zahlst du gar nichts. Der Preis ist dein Zeitaufwand, weil du selbst suchen, anschreiben und die Gegenseite prüfen musst.
Ein oft übersehener Punkt: Die Nettoausgaben für die Nutzung von Frachtenbörsen können im Rahmen des De-Minimis-Förderprogramms bezuschusst werden. Ob das im Einzelfall gilt, klärst du am besten mit deiner Steuerberatung oder direkt über die zuständige Förderstelle.
Woran erkennst du eine Plattform, die zu deinem Fahrzeug passt?
Fünf Fragen, die du vor jeder Anmeldung beantworten solltest:
- Passt das Sendungsprofil zu meinem Laderaum, oder suche ich zwischen Paletten nach Ausnahmen?
- Wie hoch sind die Fixkosten in einem Monat ohne Auftrag?
- Wann bekomme ich mein Geld, und wer haftet, wenn der Auftraggeber nicht zahlt?
- Liegen die Aufträge auf Strecken, die ich ohnehin fahre?
- Komme ich überhaupt rein, oder scheitere ich an Zugangsvoraussetzungen?
Die dritte Frage ist die, die am häufigsten unterschätzt wird. Auf vielen Börsen sind Zahlungsziele von 30 bis 60 Tagen üblich, und das Ausfallrisiko liegt komplett bei dir.
Worin unterscheidet sich eine Frachtenbörse von einer Vermittlungsplattform?
Eine Frachtenbörse stellt nur den Marktplatz. Der Vertrag entsteht zwischen dir und dem Auftraggeber, die Börse haftet nicht. Wenn die Rechnung offenbleibt, ist das dein Problem.
Eine Vermittlungsplattform mit eigener Zahlungsabwicklung tritt dagegen zwischen beide Seiten. Der Betrag wird beim Auftraggeber eingezogen, bevor die Fahrt startet, und nach Zustellung an dich ausgezahlt. Der Unterschied ist nicht kosmetisch, er entscheidet darüber, ob du deiner Liquidität hinterherlaufen musst.
Wie passt MUVN Pro in diese Landschaft?
MUVN Pro ist die einzige Plattform in dieser Übersicht, die für Fahrer:innen vollständig kostenlos ist und gleichzeitig auf sperrige Einzelstücke spezialisiert ist. Keine Grundgebühr, keine Provision, keine Zugangsprüfung nach Bilanz.
Was MUVN Pro anders macht:
- Kostenlos für Fahrer:innen. Weder monatlich noch pro Auftrag fällt für dich eine Gebühr an. Was vereinbart ist, kommt bei dir an.
- Kein Bieterverfahren. Der Preisrahmen steht vorab fest. Du unterbietest niemanden und wirst nicht unterboten.
- Kein Zahlungsziel. Der Betrag wird beim Auftraggeber bereits bei der Buchung eingezogen und nach bestätigter Zustellung an dich ausgezahlt. Keine offene Forderung, kein Ausfallrisiko, kein Hinterhertelefonieren.
- Ladung, die zu deinem Fahrzeug passt. Möbel, Großgeräte und Einzelstücke, die mit ein bis zwei Personen zu handhaben sind. Kein Palettenraster, keine Palettenpreise.
- Jede Sendung abgesichert. Über MUVN Protect ist jeder Transport grundabgesichert, eine höhere Deckung lässt sich pro Sendung hinzubuchen.
- Zugang auch für junge Betriebe. Geprüft werden Identität und Gewerbestatus, nicht die Bilanzhistorie.
Zwei Nutzungsmuster stehen zur Wahl. Beim Route-Slot hinterlegst du eine Strecke, die du ohnehin fährst, und füllst freie Kapazität oder die Leerfahrt zurück. Beim Umkreis-Matching hinterlegst du ein Zeitfenster und einen Radius um deinen Standort, etwa die Stunden zwischen zwei festen Aufträgen oder das Wochenende, an dem das Fahrzeug sonst steht.
MUVN Pro ist für gewerbliche Anbieter gedacht. Wer ohne Gewerbe unterwegs ist und gelegentlich etwas auf einer Fahrt mitnehmen möchte, nutzt die normale MUVN-App, die ebenfalls kostenlos ist.
Häufige Fragen
Wo finde ich als Sprinter-Fahrer Transportaufträge?
Auf kostenlosen Auftragsbörsen wie clickapoint, auftragsbank.de, transportbranche.de und box24, auf Ausschreibungsportalen wie Shiply und Clicktrans, in der Transport-Rubrik von Kleinanzeigen sowie auf Matching-Plattformen wie MUVN Pro. Die großen Frachtenbörsen führen ebenfalls Segmente bis 3,5 t, dort dominiert aber Palettenladung.
Gibt es Frachtenbörsen ohne monatliche Gebühr?
Ja. clickapoint, auftragsbank.de, transportbranche.de, box24 und frachtportal.net sind in der Basisnutzung kostenfrei. Ausschreibungsportale und Matching-Plattformen arbeiten meist provisionsbasiert, es fällt also nur bei einem tatsächlichen Auftrag eine Gebühr an.
Was ist der Unterschied zwischen Beiladung und Teilladung?
Bei einer Beiladung wird eine einzelne Sendung auf einer bereits geplanten Fahrt mitgenommen, ohne dass die Route deswegen entsteht. Eine Teilladung ist ein eigenständiger Auftrag, der nur einen Teil des Laderaums belegt und für den eine Route geplant wird.
Brauche ich eine Lizenz, um Transportaufträge anzunehmen?
Das hängt vom Fahrzeuggewicht und vom Einsatzgebiet ab. Für rein innerdeutschen gewerblichen Güterkraftverkehr greift das Güterkraftverkehrsgesetz erst ab einem zulässigen Gesamtgewicht über 3,5 Tonnen einschließlich Anhänger. Im grenzüberschreitenden Verkehr gilt die Genehmigungspflicht bereits ab 2,5 Tonnen. Eine Gewerbeanmeldung ist in jedem Fall erforderlich. Verbindliche Auskunft gibt die zuständige Verkehrsbehörde oder die IHK.
Lohnt sich die Anmeldung auf mehreren Plattformen gleichzeitig?
Bei kostenlosen Börsen spricht nichts dagegen, dort kostet dich nur die Zeit. Bei abo-basierten Börsen lohnt sich meist erst eine, wenn das Volumen die monatliche Gebühr sicher trägt.